Heißausbildung: Wülfinger Atemschutzgeräteträger fahren zur Realbrandausbildung

Heißausbildung: Wülfinger Atemschutzgeräteträger fahren zur Realbrandausbildung nach Bad Gandersheim

Wülfingen/Bad Gandersheim: Am letzten Samstag fuhren 7 Atemschutzgeräteträger der Wülfinger Ortsfeuerwehr zu einer Realbrandausbildung in die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) Bad Gandersheim im Landkreis Northeim.

Dort befindet sich eine gasbefeuerte Brandübungsanlage, in der Atemschutzgeräteträger realitätsnahe Übungen im Bereich der Brandbekämpfung durchführen können.
Drei Brandstellen stellen die Feuerwehrleute vor verschiedene Aufgaben, inklusive eines so genannten Flash-Over´s, welcher für die Einsatzkräfte im Realbrand eine sehr große Gefahr darstellt.

Nach intensiver Vorausbildung in der Ortswehr, wurden die Atemschutzgeräteträger in der FTZ von 3 ausgebildeten Instruktoren begleitet, welche stets mit Tipps zur Seite standen und evtl. Fehler aufzeigten.

Voraussetzung für die Teilnahme waren eine gesundheitliche Untersuchung für Atemschutzgeräteträger, sowie ein Nachweis für den turnusmäßigen Durchlauf einer Atemschutzübungsstrecke, welcher mindestens einmal in 12 Monaten absolviert werden muss.

Von 10.00-12.00 Uhr wurden dann die Feuerwehrleute in Strahlrohr- und Brand-bekämpfungstechniken geschult. Der Durchgang begann mit einer Wärme-gewöhnungsphase. Im Brandraum konnte die Temperatur auf 120° C in 1 m Höhe steigen, was bedeutete, sich fast auf “allen Vieren” fortbewegen zu müssen.
Danach musste ein Türcheck durchgeführt werden, um zu prüfen, ob es in dem Raum dahinter brennt.

Weiter ging es durch einen kleinen Parcours hin zur Tür vor dem eigentlichen Brandraum. Dort mussten nun 2 verschiedene Brände bekämpft und der Flash-Over abgewehrt werden. Nach ca. 15 Min. wurde innerhalb der vorgehenden Trupps getauscht, so dass jeder einmal die Funktion des Trupp- bzw. des Strahlrohrführers ausüben konnte.

Eine Gefahr bestand hier für die Brandschützer zu keinem Zeitpunkt, da die Anlage aus einer kleinen Kabine überwacht wurde und zu jeder Zeit hätte sofort abgestellt werden können und nach ca. 30 Sek. auch ohne Atemschutzgerät hätte betreten werden können.

Nach 2 Std. waren alle Atemschutzgeräteträger mit ihren Durchgängen fertig und es konnte unter die Dusche gehen.

“Anstrengend, fordernd, sehr interessant und lehrreich” sind nur einige Meinungen der 7 Feuerwehrleute aus Wülfingen.
“Diese Ausbildung war jeden Cent wert und wir werden sicherlich wiederkommen!”, so Karl-Hermann Rieche, stellvertretender Ortsbrandmeister in Wülfingen und selbst Atemschutzgeräteträger.

Ein Durchgang von 2 Std. in der Brandübungangsanlage kostet 50,-? pro Teilnehmer und wurde von den Wülfinger Feuerwehrleuten aus ihrer eigenen Kameradschaftskasse gezahlt.

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